Geschichtliches

Haben Sie gewusst ...

..., dass es in Thiersee nach dem Zweiten Weltkrieg ein Filmstudio gab?

Am 14. August 1947 feierte der erste österreichische Nachkriegsfilm seine glanzvolle Weltpremiere in Wien – „Die Wintermelodie“, ein Film, der im kleinen Tiroler Dorf Thiersee entstanden ist.

Bis zum Jahr 1952 wurden nicht weniger als 18 Spielfilme von internationalen Produktionsfirmen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, England oder der Schweiz im Filmatelier in Thiersee produziert. Darunter waren weltbekannte Filme wie „Das Doppelte Lottchen“ nach Erich Kästner, oder „Blaubart“ und „Maria Chapdelaine“.

Viele herausragende Schauspielpersönlichkeiten standen damals in Thiersee vor der Kamera. Einige davon waren Hans Albers, Cecile Aubry, Claude Farrell, Paul Hörbiger, Margot Hielscher, Curd Jürgens, Brigitte Horney, Hilde Krahl, Michele Morgan, Gunter Philipp, Dietmar Schönherr, Oskar Werner, Paula Wessely, Francis de Wolf.

Dieses Filmatelier am See sollte bis heute das einzige in Tirol bleiben.

Wenn Sie mehr über die einzigartige Thierseer Filmgeschichte wissen wollen, dann besuchen Sie unsere Ausstellung - heuer mit dem Schwerpunkt „Thiersee und das doppelte Lottchen“ - im Passionsspielhaus in Vorderthiersee.

Dort werden Sie umfassende Einblicke in die damalige Zeit des Filmeschaffens erhalten und können filmtechnische Raritäten wie Kameras, Scheinwerfer, Schneidetische etc. kennen lernen sowie mehr über seltene Filmexponate und zahlreiche Anekdoten aus der damaligen Zeit erfahren. Darüber hinaus bietet der Themenweg rund um den Thiersee eine einmalige Möglichkeit, sich mit filmischen Techniken auseinanderzusetzen und einen Einblick in die Welt des „Filmtricks“ zu bekommen.